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Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 03.06.2007

Hörbuchtipp
Wie Wölfe im Schnee

Im Kino üben Serienkiller eine unheimliche Faszination aus. In der Wirklichkeit ist das Böse nicht charismatisch und souverän wie der Film-Kannibale Hannibal Lecter, sondern so kaltblütig und unbarmherzig wie armselig. Serienmörder, sagt der Experte Stephan Harbort, sind meist unscheinbare Verlierer, unnahbare Versager: gescheiterte Randfiguren, Nichtexistenzen mit einem völlig zerrütteten Selbstwertgefühl. Sie ziehen ihre Kreise einsam und unberechenbar wie Wölfe im Schnee, auf der Jagd nach Opfern wie die Raubtiere.

Harbort, ein Kriminalhauptkommissar, der mit über 50 Serienmördern ausführliche Interviews geführt hat, erzählt in einer Hörbuch-Serie die Geschichten bekannter Kriminalfälle wie eines Essener Serienvergewaltigers ("Das Phantom") und eines Feldwebels, der in den 80ern in der DDR x-fach zum Mörder wurde: Eine Art Aktenzeichen XY zum Hören, gruselig, aber nicht reißerisch. Die Taten sind monströs, unvorstellbar, grauenhaft, sagt Harbort, aber auch diese "Bestien" und "Monster" sind Menschen. Was sie zum Morden treibt, dafür wird es letztlich kein Verstehen geben, aber es lassen sich Erklärungen finden. Mark-Christian von Busse Stephan Harbort: Phänomen Serienmörder. Authentische Fallanalysen und Original Interviews.

Insgesamt 4 CDs, darunter "Das Phantom" und "Private Geheimsache", bei Pablos Media, Köln, jeweils 11,50 Euro


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