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www.hoerzentrale.de, 2007

Hörspiel-Edition: "Phänomen Serienmörder"

Kurzinhalt:
Dieses Hörspiel ist keine Fiktion, sondern Wirklichkeit. Es führt in die Abgründe der menschlichen Seele, dorthin, wo das Böse Teil des Menschlichen geworden ist. Grundlage für diesen authentischen Kriminalfall sind die protokollierten Gespräche von Deutschlands bekanntestem Serienmord-Experten, dem Kriminalhauptkommissar Stephan Harbort, mit einer weiblichen Serienmörderin. Auf jegliche Darstellung grausamer Details wurde bewusst verzichtet. Und gerade dieser Verzicht ermöglicht den unverstellten Blick auf die Psyche eines zutiefst verstörten Menschen ... (CD-Cover)

Rezension:
Die besten Geschichten schreibt bekanntlich ja das Leben. Hannibal Lecter ist spätestens seit dem Kinofilm mit Anthony Hopkins und Jodie Foster der mit Abstand bekannteste Serienmörder. Doch in Wahrheit ist Hannibal the Cannibal reine Fiktion. Wer mehr Informationen zu realen Serienmörder sammeln möchte, dem sei die Hörbuchreihe "Phänomen Serienmörder" aus dem Pablos Media Verlag ans Herz gelegt. In dieser Reihe geht Stephan Harbort den wahren Serienmördern auf die Spur. Harbort, der sich seit Jahrzehnten mit dem Innenleben von Serientätern befasst, hat selbst mit Serienmördern gesprochen und zahlreiche Bücher über seine Erkenntnisse verfasst.

In "Phänomen Serienmörder" werden nun einzelne, spannende Fälle nacherzählt und mit realen Polizeiprotokollen und Interviews dem Hörer nahegebracht. In dem vorliegenden Fall "Blaubeer-Mariechen" geht es um die Geschichte der Maria Horn, sechsfache Mutter und mehrfache Witwe. Doch diese nette Frau von nebenan hat ein dunkles Geheimnis, von dem niemand in ihrem Umfeld etwas ahnt. Nur Maria Horns Schwiegertochter hegt einen Verdacht und geht mit ihren Vermutungen zur Polizei. Und damit kommt eine ganze Mordserie ans Licht.

In sachlichem Ton und auf die reinen Fakten beschränkt, wird die unglaubliche Geschichte der Giftmörderin von Sprecherin Barbara Stoll vorgetragen. Und diese ist einfach perfekt für diese Erzählung. In sachlichem, schlichten Tonfall erzählt sie in verteilten Rollen die Verhörungen der Maria Horn.

Zu Beginn des Hörbuchs erzählt Stephan Harbort höchstpersönlich in einer Art Interview aus seiner Recherche zum Thema serielle Morde und vor allem zum Schwerpunkt Frauen als Serienmörder. Vom Inhalt her durchaus sehr interessant, wirkt das Interview leider ein wenig steif und gekünstelt. Das hätte man sicherlich noch eine Spur professioneller machen können. Trotz dieser kleinen Kritik ist dieses Hörbuch fesselnd, packend und erschütternd zugleich. Ohne großes Tam Tam wird hier ein unglaublicher Kriminalfall, den das echte Leben schrieb, geschildert und an den Hörer gebracht.

Leider kommt die Musik etwas zu kurz bei dieser Hörbuchaufnahme. Keine Titelmelodie, keine Musikeinspielung während der Aufnahme - nichts! Klingt somit leider etwas trocken und leer, aber vielleicht wird das dem traurigen Inhalt damit erst gerecht? Für mich jedenfalls eine der besten Hörbuchserien derzeit auf dem Markt. Spannend bis zum Schluss! (Anke)

Gesamtwertung:
Wer Fan von "Aktenzeichen XY ungelöst" oder "Autopsie" ist, für den ist diese Hörbuchreihegenau das richtige. Reale Mordfälle seriös vertont!


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