html> Stephan Harbort - Kriminalist & Autor

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Ich liebte eine Bestie

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Roland News, 26.11.2009

"Ich liebte eine Bestie - die Frauen der Serienmörder"

"..Wenn mein Vater mitbekommen würde, das ich die Freundin eines Mörders bin, das wäre eine Katastrophe..."
(Susanne, Freundin eines Serienmörders)

Die Beziehung einer Frau zu einem in der Regel persönlichkeitsgestörten Serienmörder ist per se problematische und sehr konfliktreich. Natürlich überrascht dieser Satz die Leserschaft nicht wirklich. Doch was steckt hinter der Liebe zu einem Straftäter? Warum halten Frauen immer noch zu Tätern, die mindestens zwei Menschenleben auf dem Konto haben. Warum heiratet eine Frau einen Mann von dem sie weiß, das er unter anderem sexuell abartige Neigungen hat? All diese Fragen versucht der Düsseldorfer Kriminalist Stephan Harbot herauszufinden. Harbort gilt in Deutschland als einer der führenden Experten in Sachen Serienmord. In seinen bisher erschienenen Büchern widmet er vor allem für die Seite, die leider viel zu häufig vergessen wird. Den Opfern. In seinem neuen Buch "Ich liebte eine Bestie" widmet er sich nun um die Frauen, die zusammen mit den Serienmördern eine Beziehung führten oder immer noch führen. In zahlreichen Interviews, die die Leserschaft begeistern werden, lässt er Frauen zu Wort kommen, denen man bisher kein Forum und keine große Medien - Aufmerksamkeit geschenkt hat. Freundinnen, Geliebten und Ehefrauen der Täter. Bisher wurde sie gerne übersehen und vergessen. In den Medien haben zum größten Teil immer noch die Täter und deren Tat die Schlagzeilen. "Bestie in Menschengestalt" verkaufen sich halt besser als "Das Ehe Drama nach der Tat" oder "Ex Frau sucht Psychologische Hilfe auf".

Ein normales Leben ist nach den Taten des Partners nur schwer möglich, nicht wenige zerbrechen später an den psychischen Folgen.

Das es aber auch die andere Seite gibt, das zeigt dieses Buch sehr eindrucksvoll. So erzählt zum Beispiel eine Therapeutin in einem von den ausgezeichnet geführten Interviews über ihre Beziehung zu einem vielfachen Sexualmörder.

Die Lebenspartnerinnen, die zwar von diversen Abnormen Neigungen des Partners wussten, aber (bis auf Franz) nie geahnt haben, welch Grausamkeiten sich noch hinter der liebevollen Fassade versteckte. Woher kommt das "Phänomen", das viele Frauen nicht von Serienstraftätern loslassen können? Woher kommt die Tatsache, das Frauen ihren Partner bis zum Tatort folgen? In sehr gut geführten Interviews versucht der Düsseldorfer Harbort der Sache auf dem Grund zu gehen. Dabei geht er gleichsam behutsam und unspektakulär vor.

"..wir haben die Hoffnung, wenn er mal 80 ist, dass wir ein Wochenende miteinander verbringen dürfen"
( Susanne,Freundin eines Serienmörders)

So konnte Harbort bei den Recherchen zu diesem Buch auch die Freundin von Norman Volker Franz, einem Schwerverbrecher, dem zweimal (zuletzt in Portugal) die Flucht aus dem Gefängnis gelungen ist ausmachen. Auf das Konto von Franz gehen insgesamt 5 Morde. Ein internationaler Haftbefehl ist bereist seit Jahren ausgestellt. In dem Interview schildert die Freundin mit einer Mischung aus Ahnungslosigkeit und Naivität die Zeit mit dem Serienmördern als Geliebtem und auch als Familienvater, die Leser schockiert.

"..er ist der erste Mann, der mir das Gefühl gibt, um meiner selbst willen geliebt zu werden..."
(Susanne, Freundin eines Serienmörders)

Harbort muss man für dieses Werk ein Dankeschön aussprechen. Zum ersten mal erzählt ein Kriminalist ausführlich über das Leid der Partnerinnen von Serienmördern. Dies tut er gewohnt sensibel und zurückhaltend. Harbort will die Menschen verstehen. Dies gelingt ihm wie keinen anderem zuvor.

Zum Autor
Der Düsseldorfer Stephan Harbort sprach in seiner Eigenschaft als Kriminalist mit mehr als 50 Serienmördern, Opfern und Verwandten von Serienmördern. Zudem entwickelte er international angewandte Fandungsmethoden zur Überführung von Gewalttätern. Durch zahlreiche TV Auftritte konnte er den Zuschauern das "Phänomen" Serienmord näher erklären und so die Menschen in den Vordergrund setzten, die am meisten unter den Verbrechen gelitten haben - Die Opfer und deren Angehörigen. Dafür hat er den größten Dank verdient.


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