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Rezensionen

Das Serienmörder-Prinzip

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Main-Echo, 11.11.2006

Was zwingt Menschen zum Bösen? Diese Frage stellen sich Menschen immer wieder, wenn ein grausiger Mord die Gesellschaft erschüttert. Kriminalhauptkommissar und Serienmord-Experte Stephan Harbort beantwortet sie mit "Das Serienmörder-Prinzip" und begründet seine selbst entwickelte Theorie mit hervorragend recherchierten, ohne Sensationsgier und sachlich geschilderten Fällen der aktuellen deutschen Kriminalgeschichte. Grundlage seiner Schilderungen sind Briefwechsel und Gespräche mit den Tätern, die er in ihrem oft zerrütteten, einsamen sozialen Umfeld porträtiert. Ihre Taten stellt Harbort in den Kontext ihrer Biographie, was sie zumindest nachvollziehbar macht. Seine Theorie unterfüttert er mit scharf analysierten Rechtsquellen, wissenschaftlichen Studien sowie Theorien und erklärt in der Zusammenschau plausibel, was in den Mördern vor sich geht, welche Personengruppen wann und warum zum Mörder werden können und welche Motive sie treiben. Ebenso macht er klar, dass Aufklärung und Verstehen manchmal an ihre Grenzen stoßen, dass es letztlich kein schematisiertes Täter- und Opferprofil geben kann. Ein spannendes Sachbuch, in dem manche Szenen in aller Grausamkeit und Brutalität geschildert sind.

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