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Rezensionen

Das Serienmörder-Prinzip

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Fränkische Nachrichten, 31.10.2006

Die Meldungen über Gewaltverbrechen in den täglichen Nachrichten reißen nicht ab. Ja, man sollte meinen, dass sie schleichend zunehmen. Die Frage, die sich hierbei immer wieder stellt: Was treibt einen Menschen dazu, einen anderen Menschen gewaltsam aus dem Leben zu nehmen. Der Kriminalhauptkommissar Stephan Harbort hat sich seit längerer Zeit dieser Frage angenommen und kommt in seinem neuen Buch zu überraschenden Erkenntnissen. Ähnlich wie Thomas Müller in seinem Bestseller "Bestie Mensch" arbeitet Harbort an der Strategie, Serienmörder aufgrund von gleichen Verhaltensmustern so früh zu erkennen und zu stellen, dass sie ihre Taten nicht mehr ausüben können. Zahlreiche Verhör-Protokolle und Gesprächsskizzen zwischen Autor und Täter lassen den Leser an der schauderlichen Gedankenwelt einiger Verbrecher teilhaben, für die ein Menschenleben scheinbar nichts zählt. Der Autor nutzt seine detaillierten Schilderungen zu wissenschaftlichen Analysen und bringt diese dem Leser allgemeinverständlich näher. Im Anhang sind die von Harbort ausgemachten sieben Phasen des Serienmörder-Prinzips nochmals in Kurzform zusammengefasst. So entstand ein Buch, das die Frage nach dem Warum von Gewaltverbrechen nicht endgültig klären kann, sie aber zumindest ansatzweise beantworten, ja vielleicht sogar erklären kann. (Michael Fürst)

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